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Hyrox WM die zweite

Ich habe mich für meine zweite Hyrox WM qualifiziert. In Hamburg. Pro Division.

Verrückt.

Doch ich mach es einfach.

Nach kurzem Finanz,- und Urlaubscheck war mir klar, das ich das erste Mal in die USA reisen werde. Unfassbar! Tatsächlich.

Tag der Abreise

Ein Sportskamerad brachte mich netterweise zum Düsseldorfer Flughafen. Viel zu früh kamen wir an, doch so ist es meist bei mir. Ich komme nicht gerne zu spät. Schon gar nicht, wenn ein Flug ansteht.

Der Check in verlief Problemlos.

Ich verbrachte meine Zeit mit endlosem Auf,-und ab gehen, um mich vor dem langen sitzen durchzubewegen.

Zuerst ging es nach München, das ist ja überschaubar, von der Flugzeit her. Der Flughafen München ist relativ groß und die Zeit, die mir blieb, um den Flieger nach Chicago zu kriegen, war ebenfalls überschaubar!

Nun denn, ich habe alles zeitlich geregelt bekommen und der Flug nach Chicago startete, mit mir.

 

Mein erster Tag in Amerika

 

Ich hatte Respekt vor der Einlasskontrolle und sagte mir immer wieder, das natürlich alles gut gehen würde und du alle Formalitäten erledigt hast. Niemand schickt mich nach Hause, weil mir mein Passbild nicht gefällt :-)

Es ging ziemlich schnell und ich konnte gar nicht glauben, das von nun an, mein Abenteuer in Amerika tatsächlich began!

Ich nahm mir ein Taxi zur Unterkunft, da ich sicher ankommen wollte und nichts wirklich einschätzen konnte.

Gesagt, getan.

Der Taxifahrer war sehr angenehm und wusste nach der Fahrt auf jeden Fall, was ein Hyrox ist.

Sprachlich bin ich nicht überragend, doch ich war erstaunt, wie schnell ich im Flow war. Mir macht es nichts aus, etwas nicht perfekt zu können und meine Hemmungen einfach loszulegen, halten sich meist in Grenzen.

Ich wurde also wohlbehütet an meiner Unterkunft abgegeben und besorgte mir den Schlüssel in der dazugehörigen Kneipe. Ein Gitarrist stand auf der Bühne und ne`Menge Publikum war vor Ort. Schöner Einstieg..doch ich wollte lieber heim und duschen!

Ich kam also in mein Appartment und fühlte mich sehr wohl. Sehr stylish, großzügig, gemütlich und mit viel Liebe zum Detaille eingerichtet. Hier durfte ich also die nächsten 10 Tage verbringen.

Herrlich!

 

Chicago

Ich habe am nächsten Morgen erst einmal meinen Tee auf der Terrasse getrunken und bin langsam in den Tag gestartet. 

Heute bestand mein Tagesprogramm, aus der Tatsache, den Weg zum Navy Pier zu finden. Dem Austragungsort der Hyrox Weltmeisterschaft. 

Ich habe die Angewohnheit, einfach loszugehen. Den Weg finde ich schon. Gerne auch mit Hilfe der Einheimischen. Viel einfacher als über Navi auf dem Handy!

So startete ich also. Der erste Tag dient mir immer zur Orientierung, alles aufsaugen, mich in den Strom des Lebens zu begeben. 

Ich fand natürlich mein Ziel und unterwegs viele nette Gespräche. Mit Konstantin aus Darmstadt, mit Henry aus Chicago & mit Lotte und Ole aus Norwegen. Ich liebe das.

Dann war ich auch schon am Ziel. Der Navy Pier. Beeindruckend. Sehr schöne Location...eben einer Weltmeisterschaft entsprechend.

Ich traf auch Bekannte aus meinem Sportstudio und es war alles in allem eine entspannte Atmosphäre.

Ich habe meine Startunterlagen abgeholt, mir alles angeschaut und für mich beschlossen, das ich genug Infos habe!

Ich bin dann auch wieder gerne für mich, genieße die Ruhe, schaue mir die Stadt an, gehe mal zum Strand und freue mich über den Moment.

Ich habe den Tag auf meiner Terrasse ausklingen lassen, mit einem guten Essen und der Vorfreude auf meinen Hyrox Start!

 

Weltmeisterschaft

 

Mein Start war gegen frühen Mittag. Ich hatte genug Zeit gut zu essen, anzukommen und mich vorzubereiten. Ich bin gerne überpünktlich, brauche Zeit für mich, mache mich warm und fokussiere mich. 

Stress ist einfach nichts für mich :-)

Da kam sie auch schon näher, die Startzeit. Ich freue mich tatsächlich immer, auf den Startschuss. Wir Athleten stehen in einem Starttunnel und die letzten 2 min. werden auf Video angezeigt. Ein Film vergangener Hyrox Rennen, mit Profi Startern und den Amateuren wird gezeigt. Motivation pur. Mich packt es jedes Mal erneut und  zeigt mir, wie unterschiedlich Ziele, Hoffnungen und Wünsche sind. "Hells Bells" von AC/ DC wird kurz vor dem Start gespielt. Immer. Nicht nur bei der WM. 

Bämm....los gehts...20 Frauen starten gemeinsam. Wir haben uns untereinander Viel Erfolg gewünscht, uns abgeklatscht. Auch das ist nicht nur bei der WM so. Mag ich.

Das Rennen lief gut. Alles geht mir durch den Kopf: vergiss keine Station, pass auf das der Oberschenkel hält, trink was, lauf mal schneller, mach doch mal die Wall Balls unbroken...

Und dann läuft es einfach so. Ich laufe nicht schneller, keine Walls Balls unbroken, der Oberschenkel hält, getrunken habe ich nichts, Stationen alle erledigt.

Am Ende bin ich WM Finisher. Voller Stolz, es geschafft zu haben. Mein bestes gegeben zu haben. 

Es gibt eine Medaille. Das ist nur bei der WM. Und ganz besonders. 

Ich genieße noch die Atmosphäre, sehe mir die Mitstreiter an und mag diese vielen stolzen, glücklichen Momente der anderen.

Und dann kommt der Moment, wo eben alles vorbei ist. Diese Aufregung, dieser Hype, die Anstrengung, die laute Musik, die vielen Menschen.

Es folgt die Leere, die Ruhe, der Moment, wo ebne alles vorbei ist. 

Doch auch den genieße ich. Denn dann beginnt auch wieder die Vorbereitung auf das nächste Ziel, das nächste Event, der nächste Wahnsinn!

Ich ziehe mich um und fahre heim.

 

Urlaub

Jetzt entdecke ich Amerika. Ich bin knapp 12 Tage vor Ort und es gibt einiges zu entdecken.

Am Morgen nach der WM bin ich laufen gewesen. Es gab einen Park in der Nähe und ich brauche Ruhe, die Natur und frische Luft.

Gesagt getan...

Ich machte vor Ort eine Pause und sah viele Frauen mit einer Yoga Matte, die in eine Richtung liefen. Ich sprach sie an und fragte, ob ich mitmachen könne. Sie waren offen, freundlich und luden mich sehr herzlich ein. 

Die Trainerin hatte auch noch eine Matte für mich. Es gab Wasser, Mandarinen und lauter glückliche Frauen.

Was aber auch nicht wirklich gewundert hat, denn die Yoga Stunde begann für jede mit einem selbst gedrehten Joint.

Das ist ihr wöchentliche Ritual. Kiffen und Yoga. Herrlich!

Ich blieb bei Wasser und Obst. 

Yoga tat mir gut und der Einstieg in meinen Urlaub, fand ich mehr als gelungen.

Eine Einladung zu einer Geburtstagsparty gab es auch, jedoch startete diese an meinem Abflug Tag. Schade.

Ich war fast täglich laufen, hatte eine Kajak Tour durch die Stadt, gutes Essen, viel Natur, machte einen Segeltörn und genoss die Sommertage in Chicago :-)

 

Fazit

Durch den Sport hat sich einiges verändert. Ich nutze die Trips am liebsten, um Land und Leute kennen zu lernen. Jetzt war ich sogar in Amerika. Das hätte ich so niemals geplant. Mal eben nach Amerika. Entscheidung innerhalb von 48 Std. Irre. Doch es gefällt mir.

Die nächste WM ist in Stockholm. Da war ich auch noch nie :-)